Blaulichtspotting – mehr als nur ein Hobby?

Text: Lara Kolbe (10E), Lilly Feilke (10E)
Redakteurinnen bei “ Donner- weil es den Blitz ja schon gibt“
Foto: Privat
Video: Lara Kolbe (10E), Lilly Feilke (10E), Privat
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Habt ihr schonmal Personen am Straßenrand mit derKamera Einsatzfahrzeuge filmen sehen? Habt ihr euch gefragt, was es damit auf sich hat oder sie sogar verurteilt? Dabei kann es sich um das Hobby Blaulichtspotting handeln. Nehmt euch doch bitte einen Moment Zeit diesen Artikel zu lesen, denn wir erklären euch worum es in diesem Hobby wirklich geht.

Vorab: Blaulichtspotting, oder auch
Blaulichtfilmen, ist das das Filmen von Einsatzfahrzeugen auf Einsatzfahrt und hat nichts mit gaffen zu tun. Wir können aber nicht pauschalisieren und aus der Sicht von allen Filmern schreiben.

Wie kommt man zu diesem Hobby?
Einige sind schon früh zum Filmen gekommen. Andere wiederum machen es erst seit kurzem. Viele
der befragten Spotter gaben an, dass sie auf dieses Hobby durch die frühe Bewunderung von der
Feuerwehr oder dem Beitritt in die Jugendfeuerwehr gekommen sind. Nicht nur
Jugendliche sondern auch Erwachsene haben diese Leidenschaft. Manche Filmer wollten ein
besonderes Hobby oder haben sich durch Freunde oder Social Media inspirieren lassen.

Wo ist Spotting vertreten?
Auch wenn das Hobby eher unbekannt ist, ist es ziemlich weit verbreitet. Man trifft solche Spotter
deutschlandweit und sogar international an. Gefilmt wird aber nicht nur in der Heimatstadt sondern
auch in anderen Städten und sogar Ländern, man kommt also tatsächlich viel rum.

Was ist das faszinierende am Spotting?
Es gibt viel, was das Blaulichtfilmen interessant macht. Diese Anspannung, wenn Alarm ist und man
überlegt, welche Fahrzeuge fahren könnten. Diese Freude, wenn man etwas gefilmt hat, was
eventuell sogar selten ist und es am besten noch mit Freunden teilen kann. Das Gefühl, ein Teil von
einer großen Community zu sein. Ein Teil von etwas zu sein, was größer ist, als man selbst. Die
Abwechslung der Fahrzeuge und die Designs, die man im Laufe der Zeit spotten kann. Das
Gefühl von Stolz, wenn jeder Platz macht, wenn sie mit Sondersignalen, also Blaulicht und
Martinhorn, fahren, um anderen Menschen zu helfen.
Außerdem kann man dabei viele neue Leute kennenlernen und Freundschaften knüpfen.

Wie sieht ein Tag als Blaulichtspotter aus?
Es kommt natürlich darauf an, ob es geplant ist wegzufahren, oder ob man in der Heimatstadt
spottet. Wenn man wegfährt, plant man das bis zu einer Woche vorher, wenn nicht sogar länger.
Sonst plant man im Voraus nur, ob man lieber zur Feuerwehr, zum Rettungsdienst, oder zur Polizei
geht, oder es wird spontan entschieden. Ansonsten hofft man, dass man was spotten kann. Es gibt
aber auch durchaus Tage, an denen nichts gefilmt wird, oder man Fahrzeuge verpasst. Damit muss
man einfach auch mal rechnen.

Wie laufen Fotoshootings ab?
Fotoshootings plant man schonmal mehrere Wochen im Voraus. Bei solchen Shootings ist die
Kommunikation zwischen der Person, die es leitet, und einem selbst unfassbar wichtig. Man sollte
sich trauen die Vorstellungen an die Person heranzutragen. Mehr als ablehnen kann die
Person nicht. Meistens lassen sich immer Mittel und Wege finden, die Vorstellungen umzusetzen.
Ansonsten laufen solche Shootings meist gleich ab. Die Fahrzeuge werden nacheinander aus der
Wache gefahren und dann werden Bilder und Videos mit Blaulicht gemacht. Wenn es möglich ist,
werden auch Bilder und Videos mit allen oder mehreren Fahrzeugen gleichzeitig gemacht.

Wie reagieren andere Menschen darauf?
Es ist immer unterschiedlich. Es gibt Menschen, die das Hobby akzeptieren. Es gibt Menschen, die finden das toll. Das ist aber leider seltener anzutreffen. Es gibt aber auch Menschen, die das Spotten nicht leiden können, uns beleidigen, ins Video reinrufen oder uns die Videos mit unschönen Gesten, wie zum Beispiel dem Mittelfinger, versauen. Das sind die Leute, die am häufigsten anzutreffen sind und die das Spotting auch als gaffen betiteln. Wir können Menschen von ihren Meinungen nicht abbringen und das ist auch okay, aber ein wenig mehr Rücksicht wäre schön. Wir wollen anderen gern nahe bringen, dass Spotting eben kein gaffen ist, aber das ist oft leider nicht so einfach. Handgreiflich wird zum Glück keiner.

Gibt es Unterstützung von der Familie?
Auch hier ist es immer unterschiedlich. Manchen Familien ist es egal, andere finden es doof und
wieder andere finden es toll. Wenn es Unterstützung gibt, dann meistens in Form von Finanzierung.
Tickets für Bus und Bahn, Kamera oder anderes Equipment. Unterstützung kann es aber auch in Form
von Interesse zeigen geben. Fragen, wie das Spotting oder das Shooting lief, reichen da meist schon
aus, um Freude zu bereiten.

Wie viel Geld kostet dieses Hobby?
Viel. Viel mehr als manche denken mögen. Es sind nicht unbedingt Dinge die man unbedingt braucht, aber Dinge die das Spotting vereinfachen oder mit denen es einfach schöner ist, zu spotten. Zum einen wären da die Tickets für Bus und Bahn für weitere Strecken. Zum anderen das ganze Equipment wie Kamera, Speicherkarten, Ersatzakkus, Stativ und solche Dinge. Dann kommt noch Verpflegung für Unterwegs dazu. Wie gesagt sind das alles Dinge die man nicht unbedingt braucht. Es gibt auch Spotter, die filmen mit dem Handy, nur in der Heimatstadt und auch nicht lange. Da fallen Tickets, Equipment und Verpflegung auch mal weg.

Wie verändert einen selbst das Hobby?
Wirklich verändert hat das Hobby keinen. Natürlich wären da neue Freunde, eine dazu gewonnene
Leidenschaft und viel mehr Zeit an der frischen Luft, wenn man mal bedenkt, dass manche Spotter ab
fünf Stunden aufwärts unterwegs sind. Manche sagen, sie hätten mehr Selbstbewusstsein und hätten
gelernt, mit Hassnachrichten und Beleidigungen umzugehen. Man lernt auch viel über die
Rettungskräfte dazu und für viele ist unser Hobby ein Grund mehr um rauszugehen.

4 Kommentare zu “Blaulichtspotting – mehr als nur ein Hobby?

  1. Nicht mal ein Ansatz einer kritischen Auseinandersetzung mit dem „Hobby“, wie auch, wenn die Autoren selber Blaulichtspotter sind. Fatale Grammatik und Rechtschreibung, resultiert wahrscheinlich daraus, dass der Text nicht ein einziges Mal redigiert wurde. An Umgangssprache und eigener Meinung wird in einem ZEITUNGSARTIKEL auch nicht gespart. Grottige Formulierungen wie „doof“ oder „uns versauen“, dazu zahlreiche Wortwiederholungen („Es sind nicht unbedingt Dinge die man unbedingt braucht“).
    LG

    1. Das ist durchaus sachliche und berechtigte Kritik.
      Ich denke die Redaktion der OSZ wird zukünftig besser auf solche Fehler achten.

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