Rügens rote Retter

Text: Lara Kolbe (10E) und Lilly Feilke (10E)
Redakteurinnen bei „Donner- weil es den Blitz ja schon gibt“                    
Fotos: Lara Kolbe (10E) und Lilly Feilke (10E)
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„Gott zur Ehr,  dem Nächsten zur Wehr“ Dieses Zitat werden bestimmt einige von euch schon gehört haben. Es stammt von dem heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren. Doch welche Aufgaben hat die Feuerwehr und welche Fahrzeuge sind wofür? Diese und noch viele weitere Fragen wollen wir hiermit klären.

Zuallererst gibt es einmal die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr. Was der Unterschied ist, fragt ihr euch? Es ist ganz einfach. Die Freiwillige Feuerwehr besteht nur aus Mitgliedern die freiwillig mit einer geringen Vergütung bei der Feuerwehr arbeiten. Sie haben auch keine geregelten Arbeitszeiten, sondern erscheinen immer dann, wenn sie alarmiert werden. Die Berufsfeuerwehr hingegen besteht aus Mitarbeitenden, die es wirklich als Beruf machen – dementsprechend auch mit geregelten Arbeitszeiten und festem Gehalt. Diese Berufsfeuerwehr gibt es aber größtenteils in Großstädten. Hier auf Rügen sind nur Freiwillige Feuerwehren vertreten, sogar mehr als 30 Wehren insgesamt. Zu den größten zählen Sassnitz, Bergen auf Rügen und Ostseebad Binz. Leider gibt es immer weniger Menschen, die sich für die Feuerwehr interessieren, obwohl sich die Einsatzzahlen jährlich vervielfachen. Genau dafür gibt es die Jugendfeuerwehr. Sie soll Kindern und Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr spielerisch näher bringen und mit 16 dürfen sie dann in den aktiven Dienst, also auch mit zu Einsätzen.

Kommen wir nun zum spannenden Teil: den Fahrzeugen. Es gibt unfassbar viele unterschiedliche Fahrzeuge mit unterschiedlichen Funktionen. Um es aber einfacher zu halten, erklären wir die Fahrzeuge am Beispiel der Sassnitzer Feuerwehr.

Drehleiter mit Korb (DLK): Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Grob zusammengefasst wird sie für die Personenrettung aus mehrstöckigen Häusern, zum Löschangriff von außen durch den am Korb befestigtem Wasserwerfer, zum Ausleuchten der Einsatzstelle und durch die Ausstattung zum Belüften von Brandobjekten eigesetzt.

Einsatzleitwagen (ELW): Im Wesentlichen bestehen die Aufgaben darin, den*die Einsatzleiter*in mitsamt Ausrüstung zum Einsatzort zu bringen, der Bereitstellung von Geräten zur Erkundung und Führung, sowie zur Abwicklung des Funkverkehrs mit der Einsatzstelle und zwischen Einsatzstelle und meist der Leitstelle.

Löschfahrzeug (LF): Das LF kommt unter anderem bei der Brandbekämpfung und beim öffnen von Türen zum Einsatz, da es die nötigen Gerätschaften dafür hat.

Tanklöschfahrzeug (TLF): Das TLF kommt größtenteils nur zur Unterstützung von der Brandbekämpfung zum Einsatz, da das TLF durch den Tank große Mengen an Löschwasser on board hat. Nach aktueller Norm können es 2000-4000 L Löschwasser sein.

Mannschaftstransportwagen (MTW): Wie der Name des Fahrzeuges schon aussagt, wird der MTW zum Transport weiterer Mitglieder zur Einsatzstelle benötigt.

Mannschaftstransportwagen Höhenrettung (MTW-Höhenrettung): Der MTW-Höhenrettung wird nur gebraucht um Menschen oder Tiere aus Höhen oder Tiefen zu retten.

Gerätewagen Gefahrgut (GW-G): Der GW-G ist ein sehr spezielles Fahrzeug, das zur Bereitstellung der Geräte zum Messen/Nachweisen, Auffangen, Umfülle, und Abdichten von Gefahrgütern gebraucht wird. 

Da wir nun die Fahrzeuge behandelt haben und wofür diese gut sind kommen wir zu den Aufgaben der Feuerwehr insgesamt. Hierzu zählen nicht nur die Unterstützung bei Verkehrsunfällen, sondern auch das Beseitigen von umgestürzten Bäumen oder Ölspuren, aber auch das Auspumpen vollgelaufener Keller nach starken Regenfällen. Also ganz nach dem Motto „Retten, Bergen, Löschen, Schützen“.

Doch was bedeutet das überhaupt?
Retten: Von der Rettung bei Bränden, Unwettern, Verkehrsunfällen bis hin zur Rettung von eingebrochenen Personen aus vereisten Gewässern – die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr ist die Rettung von Menschen und Tieren aus Zwangslagen. Die Feuerwehrleute sind gut ausgebildet und ausgerüstet um jederzeit ihr Bestes zu geben und um Mensch und Tier zu helfen.

Bergen: Ein weiterer vielschichtiger Schwerpunkt der Feuerwehren ist die Bergung von Sachwerten. Dabei ist beispielsweise an die Ladung verunfallter Fahrzeuge oder verschüttete Güter zu denken. Von Unwettern umgestürzte Bäume und Strommasten gehören ebenso in diesen Bereich wie versenkte Fahrzeuge.

Löschen: Brände löschen ist die ureigenste Aufgabe der Feuerwehren und auch heute noch ein Thema, wenn auch mit weitaus mehr Löschmittel als mit Wasser. Die Feuerwehr löscht Feuer aller Größenordnungen, vom Containerbrand, über PKW-Brände bis hinzu Großfeuern, die Feuerwehr ist schnell vor Ort und bekämpft die Gefahr.

Schützen: Die Feuerwehr wird nicht nur aktiv bei abwehrenden Maßnahmen wie dem Hochwasserschutz, sie ist auch im vorbeugenden Bereich eingebunden und versucht im Vorfeld zu verhindern, dass Gefahren entstehen. Beispielsweise klärt sie Kinder über den Umgang mit Feuer auf und hält Sicherheitswachen bei Veranstaltungen.

Schlussendlich ist die Feuerwehr eine großartige Sache und wir hoffen, dass sie in Zukunft mehr geschätzt wird und nicht mehr als selbstverständlich angesehen wird.

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